
Biofeedback und Neurofeedback sind ergänzende, apparative Verfahren, die in der Ergotherapie eingesetzt werden können, um körperliche und mentale Selbstwahrnehmungsprozesse zu unterstützen. Ziel ist die Förderung der Wahrnehmung körperlicher Zustände sowie die Unterstützung von Selbstregulationsfähigkeiten im therapeutischen Kontext.
Beim Biofeedback werden physiologische Prozesse wie Muskelspannung, Atmung oder Herzfrequenz über technische Rückmeldesysteme sichtbar oder hörbar gemacht. Dies kann Patient:innen dabei unterstützen, Zusammenhänge zwischen körperlichen Reaktionen und Belastungssituationen besser zu erkennen und im therapeutischen Rahmen Strategien zur Regulation zu erarbeiten.
Neurofeedback stellt eine spezialisierte Form des Biofeedbacks dar, bei der Rückmeldungen zur Gehirnaktivität genutzt werden. Im therapeutischen Setting kann dies dazu beitragen, Aufmerksamkeit, Konzentration und Selbstwahrnehmung im Rahmen individueller Therapieziele zu bearbeiten.
In der Ergotherapie können Bio- und Neurofeedback ergänzend in ein individuelles Behandlungskonzept integriert werden, beispielsweise bei Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen, Belastungssituationen oder neurologischen und psychosozialen Einschränkungen.
Die Verfahren sind nicht-invasiv und werden aktiv in den Therapieprozess eingebunden. Dabei steht die gemeinsame Erarbeitung von Strategien zur besseren Selbstwahrnehmung im Vordergrund.
Fazit:
Bio- und Neurofeedback können in der Ergotherapie als ergänzende Verfahren eingesetzt werden, um Selbstwahrnehmung und Selbstregulation im Rahmen individueller Therapieziele zu unterstützen.